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SALUTOGENESE

Für mich ist die CANTIENICA® - Methode für Körperform und Haltung Salutogenese


Zur Begriffsklärung Salutogenese:


Salutogenese ist ein Denkmodell mit einem vollkommen anderem Ansatz als die übliche Pathogenese  (Entstehung von Krankheiten). Sie erforscht regulatorische Mechanismen im menschlichen Leib, in seinen individuellen dynamischen Wechselbeziehungen zwischen gesunden und krankmachenden Prozessen.

Salutogene meint immer den ganzen Menschen. Seine Biologie, seine sozialen Beziehungen und seine biographischen Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit.  Sie geht bis hin zur Erfassung und Gestaltung der eigenen Freiheitsmomente, zur ethischen Selbstbestimmung.

Der Begriff wurde geprägt von Antonovsky. Ihn interessierte, wie bleibt ein Mensch auch unter schwierigen Umständen gesund. Es ist auffallend, dass es ungünstige, krank machende Umstände gibt, aber dabei auch immer Ausnahmen. Dass einige Menschen aus schwierigsten Situationen unbeschadet hervorgehen.

Inzwischen ist der Begriff Salutogenese bekannt geworden. Salutogenese fragte nicht, was macht uns krank, sondern, was erhält bzw. macht uns gesund

Der Ansatz ist nicht die Therapie des Kranken (jeder Mensch hat kranke Anteile in sich) sondern die Unterstützung des Gesunden (auch wieder: jeder Mensch hat Gesundungsprozesse in sich).


Zitat

„...meine fundamentale philosophische Annahme ist, dass der Fluss der Strom des Lebens ist. Niemand geht sicher am Ufer entlang. Darüber hinaus ist für mich klar, dass ein Großteil des Flusses sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn verschmutzt ist. Es gibt Gabelungen im Fluss, die zu leichten Strömungen oder in gefährliche Stromschnellen und Strudel führen. Meine Arbeit ist der Auseinandersetzung mit folgender Frage gewidmet: ‚Wie wird man, wo immer man sich in dem Fluss befindet, dessen Natur von historischen, soziokulturellen und physikalischen Umweltbedingungen bestimmt wird, ein guter Schwimmer?’“

(Antonovsky, Übersetzung durch Franke, 1997, S. 92)


Diesem Bild zu Folge können wir fragen: wer ertrinkt am schnellsten, oder wie kann ich jemand aus dem Fluss ziehen, oder wie kann ich den Fluss entschärfen. Antonovsky fragt: wie werde ich ein guter Schwimmer?


Seine Antwort: Kohärenzgefühl ist die Persönlichkeitseigenschaft, die den „guten Schwimmer“ auszeichnet. Die Welt als sinnvoll zusammenhängend erleben.


Nach Antonovskys setzt sich dieses Grundgefühl aus drei unterschiedlichen Komponenten zusammen.



  1. Kognitives Verarbeitungsmuster

Gefühl von Verstehbarkeit (sense of comprehensibility)

Das meint die Fähigkeit, Erlebnisse und Reize, auch wenn sie unbekannt sind, als geordnet, in   sich konsistent (nicht chaotisch willkürlich) zu verarbeiten.



  1. Kognitiv-emotionales Verarbeitungsmuster

Gefühl von Handhabbarkeit bzw. Bewältigbarkeit (sense of manageability)
Die Überzeugung und das Vertrauen, dass auch sehr schwierige Situationen prinzipiell lösbar sind. „Ausmaß, in dem man wahrnimmt, dass man geeignete Ressourcen zur Verfügung hat, um den Anforderungen zu begegnen“ (Antonovsky, Übersetzung durch Franke, 1997, S. 35).

Wobei es nicht unbedingt eigene Ressourcen sein müssen. Es ist auch das Vertrauen, im richtigen Moment Hilfe von außen zu bekommen.


  1. Emotionales Verarbeitungsmuster

Gefühl von Sinnhaftigkeit bzw. Bedeutsamkeit (sense of meaningfulness)
Das Leben als sinnvoll wissen. Probleme und Anforderungen als etwas erleben, für das ich mich einsetze, als Herausforderung und nicht nur als Last, die ich loswerden will.

Ohne das Grundgefühl von Sinnhaftigkeit wird jede Aufgabe zur Qual.